Globale Einsamkeit: die wachsende Herausforderung der modernen Welt.

Die unsichtbare Last: Einsamkeit in der Schweiz und darüber hinaus – eine wachsende Herausforderung in unserer vernetzten Welt. In diesem Blogbeitrag diskutieren wir das Konzept Coliving als eine Möglichkeit, dieses Problem anzugehen.

In einer zunehmend globalisierten Welt verlassen immer mehr Menschen ihren Heimatort aufgrund von Mobilität, beruflichen Veränderungen oder persönlichen Bedürfnissen. Diese stetigen Wohnortswechsel sind ein Auslöser der wachsenden, globalen Einsamkeit. Die moderne Technologie, während sie uns virtuell verbindet, hat auch dazu beigetragen, dass echte zwischenmenschliche Beziehungen abnehmen.  

Das Fehlen von persönlichen Bindungen und sozialer Kontakte kann zu Stress und psychischen Problemen führen. 

“Wenn die Kultur und die Gemeinschaften, die uns einst miteinander verbunden haben, verschwinden, können wir uns verlassen und von der Gesellschaft abgeschnitten fühlen“

Rachel Reeves, The Guardian

Experten warnen, dass Einsamkeit der körperlichen und geistigen Gesundheit schadet und sogar schädlicher ist als Übergewicht oder das Rauchen von 15 Zigaretten pro Tag. (Quelle: TheGuardian

Es ist entscheidend, gemeinsam Strategien zu entwickeln, um dieser Herausforderung zu begegnen und so eine Gesellschaft zu schaffen, in der sich Menschen trotz vielen Wohnortswechseln verbunden fühlen und soziale Isolation vermieden wird. 

Sozialen Anschluss in der Schweiz zu finden ist für Expats eine Herausforderung 

In der Studie Expat Insider 2022 von InterNations, welche die Attraktivität von Städten durch Expats bewertet, belegt die Schweiz Platz 23 von 53 Destinationen. Einerseits landet sie im Lebensqualitätsindex unter den globalen Top 10 und belegt sogar Platz 1 in der Unterkategorie Umwelt und Klima. Andererseits ist es eines der am schlechtesten bewerteten Reiseziele der Welt im Ease of Settling In Index (47. Platz). 

Dies deutet darauf hin, dass Expats in der Schweiz zwar eine hohe Lebensqualität geniessen können, aber Probleme haben, wenn es darum geht, sich zu integrieren und sich in ihrer neuen Umgebung zu Hause zu fühlen. 

Coliving überzeugt in vielen Bereichen wie Integration und Einfachheit  

Der Umzug in ein anderes Land und die Anpassung an dieses bringen bereits eine Reihe von Herausforderungen mit sich, so dass die Unterstützung bei der Wohnungssuche und die nahtlose Integration in eine neue Umgebung ein wesentliches Bedürfnis sind. Als eine Antwort auf das Problem der Einsamkeit hat sich global die innovative Lösung des Coliving entwickelt. Dieses Wohnkonzept bietet dabei mehr als nur eine Unterkunft; es bietet Anschluss an eine Gemeinschaft von Menschen in ähnlichen Lebenslagen und geeignete Voraussetzungen wie geteilte Räumlichkeiten, gemeinsam genutzte Alltagsgegenstände und gemeinsame Aktivitäten, die Begegnungen und Austausch innerhalb der Community fördern sollen.  

Diese Community dient dann wiederum als eine Art Katalysator dazu, durch Netzwerkeffekte und aus einem Gefühl der Sicherheit heraus neue Kontakte zu knüpfen und sich so rasch ein neues persönliches soziales Umfeld an einem zuvor fremden Ort zu schaffen.  

Fazit

Die wachsende globale Einsamkeit ist eine Herausforderung, da immer mehr Menschen ihren Heimatort verlassen und echte zwischenmenschliche Beziehungen durch den Zuwachs an Technik tendenziell abnehmen. Für Expats in der Schweiz ist sozialer Anschluss zu finden oft schwierig, und das Gefühl der Einsamkeit während des Integrationsprozesses ist keine Seltenheit. Als innovative Lösung bietet Coliving eine Gemeinschaft von Menschen in ähnlichen Lebenslagen, die Begegnungen und Austausch fördert und Expats dabei unterstützt, schnell ein neues persönliches soziales Umfeld an einem fremden Ort zu schaffen.


Quellen:

  • Ward, C., & Masgoret, A. M. (2004). The experiences of acculturation and adaptation reported by international students in Canada: Some responses to critics. International Journal of Intercultural Relations, 28(3-4), 199-222. 
  • https://www.theguardian.com/society/2017/dec/10/loneliness-is-a-giant-evil-of-our-time-says-jo-cox-commission 
  • Sam, D. L., & Eide, R. (1991). Adjustment of sojourners. Personality and Social Psychology Bulletin, 17(4), 386-392. 
  • Searle, W., & Ward, C. (1990). The prediction of psychological and sociocultural adjustment during cross-cultural transitions. International Journal of Intercultural Relations, 14(4), 449-464. 
  • https://www.20min.ch/story/sorgentelefon-spricht-jetzt-auch-englisch-562109325517 
  • https://www.internations.org/expat-insider/2022/basel-40294
  • https://stories.swissinfo.ch/einsamkeit-in-der-schweiz#222900